Fit und gesund mit Fasten

Das Heil-Fasten nach Buchinger geht auf den Arzt Otto Buchinger zurück, der sich mit dieser Methode 1919 selbst von schwerem Gelenkrheuma geheilt hat.

Der Einstieg in das Fasten beginnt mit einer Darmreinigung. Dazu eignen sich Glauber- oder Bittersalz-Lösungen aber auch Einläufe.

In den folgenden Tagen wird keine feste Nahrung zu sich genommen, sondern neben Tee und Wasser gibt es Gemüsebrühe ,verdünnte  Säfte  und auch etwas Honig.

Das Fasten soll nicht zwecks Gewichtsabnahme eingesetzt werden, aber es ist ein schöner Nebeneffekt, danach einige Kilos leichter zu sein.

Mit dem Essen eines reifen Apfels wird zum Abschluss das Fastenbrechen „gefeiert“, denn es ist eine tolle Leistung erbracht worden!

Entlastungstag(e)

Bevor das eigentliche Fasten beginnt, sollte bereits im Vorfeld mit ein paar Entlastungstagen begonnen werden. Diese erleichtern den Einstieg ins Fasten ganz enorm. Denkbar wären zum Beispiel ein …

  • Obsttag
  • Reistag
  • Gemüsetag
  • Safttag
  • Kartoffeltag
  • Apfeltag

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Aufbautage

Die Aufbautage nach dem Fasten sind ebenfalls enorm wichtig! Wer hier zu schnell wieder in alte Essgewohnheiten verfällt, macht sich den Erfolg seiner Fastenkur sofort wieder zunichte. Dies gewinnt um so mehr an Bedeutung, je länger die Fastenzeit ausgedehnt wird.
Bei einer kurzen Fastendauer von 7 Tagen sind 3 Aufbautage für gewöhnlich bereits ausreichend. Das kann ungefähr so aussehen:

Aufbautag 1

  • Morgens: 1 Tasse Fastentee z.B. Hildegard Fastenzeit Tee von Sonnentor
  • Vormittags: 1 Apfel oder Apfelmus
  • Mittags:Kartoffel- oder Gemüsesuppe mit oder ohne Nudeleinlage
  • Nachmittags: 1 Apfel oder Apfelmus
  • Abends: Gemüsesuppe, Knäckebrot, Joghurt und 1 Tasse Fastentee

Hier hat der Fastenleiter meist gute Rezepte zur Hand

Viel Trinken ist selbstverständlich und auch während der Aufbauphase immer noch ein wichtiger Baustein. Zwei bis drei Liter Wasser und Tee sollen gleichmäßig über den ganzen Tag verteilt getrunken werden.

Fasten nach der hl. Hildegard von Bingen ist ähnlich zu dem nach Buchinger
jedoch hat Hildegard sehr viel mit Dinkel und vielen Gewürzen gearbeitet, die die meisten von uns gar nicht mehr kennen. So zum Beispiel Galgant und Bertram.
Deshalb habe ich hier ein Beispiel:

  • Morgens: Dinkelkaffee, Fenchel- und Kräutertee
  • Mittags: Dinkelgrießsuppe mit viel püriertem Gemüse
  • Abends: Gemüsebrühe, Obstsäfte, z.B. Apfel- oder Quittensaft mit Fencheltee.

Dinkelfastenbrühe (für 2 Personen):

300 g Gemüse entweder/ oder mit Fenchelknollen, grüne Bohnen, Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel, Rote Bete, Kürbis je nach Saison), Wasser, 2 EL Dinkelgrieß, gehackte Kräuter (Petersilie, Zwiebel, Gundelrebe, Liebstöckel). Gewürze kann jeder selber hinzufügen: Bertram, Quendel, Galgant, Muskat, Salz.
Das Gemüse fein schneiden, bei offenem Topf in wenig Wasser dünsten und pürieren. Dinkelgrieß 5 Minuten in 1 Liter Wasser aufkochen. Püriertes Gemüse dazugeben, kurz aufkochen, würzen und mit Salz abschmecken.

Das Basenfasten

Ist für eine bestimmte Zeit das freiwillige Weglassen von Nahrungsmitteln, die im Körper Säure bilden.

Das sind: Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte, Ei, alle Getreidearten und Getreideprodukte wie Nudeln, Brot und alle Sorten von Gebäck, Zucker und alle Süßigkeiten, einige Nüsse, Spargel, Rosenkohl, Artischocken, Hülsenfrüchte, Kaffee, Espresso, Schwarztee, grüner Tee, weißer Tee, Früchtetee, Limonaden, Energy Drinks, Cola, Alkohol.

Basische Lebensmittel sind: fast alles Pflanzliche wie Gemüse, Obst, Kräuter, Pilze, Keimlinge, Samen und Kerne, Mandeln, Walnüsse, Macadamianüsse, Pistazien.

Fünfmal am Tag gibt es eine kleine Portion frisches Gemüse oder Obst.

Wer das nicht mag, hätte noch die Option des Suppenfastens:

Man startet am Morgen mit einer Haferflockensuppe, Mittags und Abends steht eine Gemüsesuppe aus grünem Gemüse ( meist Brokkoli und Kohl) auf dem Tisch.

Einige Faster schwören auf die F. X. Mayr Fastenvariante:

Dr. Franz-Xaver Mayr gestand den Fastenteilnehmern täglich 3 alte Semmeln und ½ Liter Milch zu, dazu gab es Wasser mit Bittersalz.

Die alten Brötchen werden in kleine Stücke geteilt, gekaut bis die Masse nahezu flüssig ist um sie dann mit einem Esslöffel Milch zusammen zu schlucken.

Vielleicht entschließt du dich, lieber Leser, nach diesen Infos, eine Fastenkur auszuprobieren, um zu fühlen, mit wie wenig man sich so viel besser fühlen
und sich selbst wiederfinden kann.

Ich würde mich freuen.

TIPP: Mache Vorher / Nachher- Fotos, du wirst überrascht sein!


Fotos:
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